Sandra Thom (Hrsg.)
Historisch-genetisches Lernen im 
Mathematikunterricht der Grundschule. 

Forschen – Fördern – Fordern

294 Seiten, ISBN 978-3-88120-825-3, 32,80 €

Damit Lernen erfolgreich sein kann, muss Unterricht Interessen der Kinder aufgreifen und an ihren Lernvoraussetzungen anknüpfen. Wissen um historisch-genetisches Lernen kann Lehrern in der Grundschule als Werkzeug zur Planung kompetenzorientierten Unterrichtens dienlich sein.
Die hier vorliegenden Aufsätze beleuchten eine Auswahl unterschiedlicher Inhalte und Einsatzmöglichkeiten historisch-genetischen Lernens in der Grundschule vom Fördern bis hin zum Fordern: Historische Rechenverfahren wie das Linienrechnen des Adam Ries werden zur Diagnose und Förderung arithmetischer Kompetenzen eingesetzt, interkulturelle Inhalte wie islamische Ornamentik sind Grundlage zur Entwicklung und Vertiefung geometrischer Begriffe. Ein hochkomplexes mittelalterliches „Zahlenkampfspiel“ erweitert in didaktischer Reduktion den Mathematikunterricht im dritten Schuljahr. Diese und weitere der in diesem Sammelband vorliegenden Ideen und Inhalte wurden in Grundschulen im Rahmen der Lehramtsausbildung entwickelt und erprobt. Ihre Materialien und Ergebnisse stehen nun auch in kritischer Reflexion hier zur Diskussion.