In der Reihe

texte zur mathematischen forschung und lehre
 erscheinen die meisten
 Disserationen zur
Didaktik der Mathematik.

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    Nicole Rothenbächer
Kooperatives Lernen im
inklusiven Mathematikunterricht


      2016, 94 Seiten, br, ISBN 978-3-88120-533-7, 19,80 Euro
    texte zur mathematischen forschung und lehre 85


„Inklusion“ ist seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 sowohl (bildungs)politisch wie auch innerhalb der pädagogischen Fachwissenschaft häufig Gegenstand von Debatten. Abseits des Meinungsaustauschs auf übergeordneter Ebene ergibt sich für den schulischen Bereich jedoch vor allem die Frage nach der Umsetzung des Inklusionsgedankens im (fach)unterrichtlichen Alltag.
Die Beschlüsse der KMK sind: Die inklusive Schule ist für alle Kinder und Jugendliche unabhängig von etwaigen Voraussetzungen zuständig und soll Verantwortung für den gleichberechtigten Zugang aller Kinder übernehmen. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, soll jedes Kind einen Zugang zu allen Lerninhalten bekommen.
Ausgehend von einer genaueren Bestimmung des Inklusionsbegriffs werden zunächst Gelingensbedingungen für guten inklusiven Unterricht im Allgemeinen herausgearbeitet, bevor in einem weiteren Schritt Ansätze des kooperativen Lernens dargestellt und in Beziehung zu inklusiven Kontexten gestellt werden. Im folgenden wird der fachdidaktische Blickwinkel eingenommen und zunächst grundlegende Gestaltungsprinzipien eines zeitgemäßen Mathematikunterrichts dargestellt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Konzept der natürlichen Differenzierung und der daraus entwickelten Gestaltung von Lernumgebungen. Weiter befasst sich die Arbeit auf einer theoretischen Ebene mit der Zusammenführung der vorangehenden Aspekte. Hier wird die Anschlussfähigkeit des Konzeptes der Lernumgebungen hinsichtlich des guten inklusiven Unterrichts und des kooperativen Lernens diskutiert. Schließlich werden praktische Umsetzungsmöglichkeiten der theoretischen Ansätze entwickelt. Ausgehend von aus der Literatur entnommenen Beispielen für Lernumgebungen werden diese hinsichtlich inklusiver und kooperativer Aspekte analysiert und als zielführend erachtete Modifikationen vorgestellt.
Das abschließende Fazit führt die zuvor entfalteten Ansätze zusammen und stellt den sich ergebenden Forschungsbedarf dar.