Monografien

        Hans Schupp
        Thema mit Variationen
    
Aufgabenvariationen im Mathematikunterricht

     
350 S., br., ISBN 978-3-88120-352-4, 24,80 Euro

„Thema mit Variationen“ ist in der Musik eine seit Jahrhunderten verwendete und recht beliebte Darstellungsform. Warum? Komponisten zeigen mit ihr, wie intensiv sie einen musikalischen Einfall erweitern und vertiefen können. Hörer schätzen an ihr die gelungene Verbindung, den befruchtenden Wechsel von wohlvertrautem Altem und erfrischend Neuem.
Über die Musik hinaus ist das Variieren eine dem Menschen eigene, mehr oder minder bewußte Möglichkeit des Gewinnens und Gestaltens von Eindrücken, Kenntnissen und Einsichten im Alltag, in Wirtschaft und Handel, in Kunst und Wissenschaft. Auch dem Pädagogen und insbesondere dem Mathematiklehrer ist das Abwandeln von Inhalten und Methoden zu Anpassungs-, Übungs- oder Differenzierungszwecken durchaus geläufig. Nur den Lernenden blieb es bisher verschlossen; ihnen wird kaum zugemutet, fremdgestellte Aufgaben nach deren Lösung auch noch zu variieren.
Dieses offensichtliche Defizit veranlaßte den Autor, im Frühjahr 1997 ein Forschungsprojekt AUGE (Aufgabenvariation als Unterrichtsgegenstand) zu initiieren, in dem geklärt werden sollte, ob Schülerinnen und Schüler der beiden Sekundarstufen auf eigenständige Weise Aufgabenvariationen im Mathematikunterricht durchführen können, und wie sich solche Aktivitäten fachdidaktisch einbetten und begründen lassen. Damit war von Beginn an klar, daß einerseits recht intensive Recherchen und Überlegungen zum gegenwärtigen Mathematikunterricht, seinen Stärken und Schwächen, seinen Rahmenbedingungen und Hintergrundfaktoren durchgeführt, andererseits aber auch umfangreiche Erfahrungen zur tatsächlichen Wirkung des Variierens in der Praxis eben dieses Unterrichts gewonnen werden müssen.